Du musst nicht warten: Wie du die Entscheidung für deine Einheit zurücknimmst
- Tahira ter Haar
- 27. Apr.
- 4 Min. Lesezeit
Warten ist eine der häufigsten Energien auf dem Dualseelenweg. Warten, dass die Dualseele sich meldet. Warten, dass die Zeit stimmt. Warten, dass man endlich gut genug ist. Dieser Beitrag lädt dich ein, damit aufzuhören.
Freiheit ist in der Einheit, nicht außerhalb
Manchmal glaubt man, die Verbindung mit der Dualseele nimmt einem die Freiheit weg. Die Gefühle sind so intensiv, die Sehnsucht so groß, dass man am liebsten raus will aus dem Ganzen, einfach frei sein, atmen, nicht mehr so viel fühlen.
Aber die Freiheit, die man sucht, ist nicht außerhalb der Verbindung. Sie ist in der Einheit selbst. Ich habe das in einer Meditation sehr klar gespürt: zwei Dualseelen, die sich in die Augen schauen, das ist die Freiheit. Freiheit von Trennung, Freiheit von der Abwesenheit von Liebe. Die Einheit ist nicht das Gegenteil von Freiheit. Sie ist Freiheit in ihrer reinsten Form.
Du entscheidest, nicht deine Dualseele
Einer der größten Blocks auf dem Dualseelenweg ist dieser: Man übergibt die Entscheidung für die Einheit der Dualseele. Man wartet, dass die andere Person den ersten Schritt macht, sich meldet, zurückkommt, sich verändert. Aber das ist eine Illusion der Machtlosigkeit.
Du entscheidest dich für deine Einheit. Nicht deine Dualseele, du. Ich entscheide mich für Kontakt. Ich entscheide mich für liebevollen Kontakt. Ich entscheide mich für meine harmonische Einheit. Und dann übergibst du das Wann und Wie an Gott. Das ist der Unterschied zwischen aktivem Vertrauen und passivem Warten.
Was mich damals so befreit hat, als ich diese Arbeit entdeckte: Ich musste nicht mehr darauf hoffen, dass meine Dualseele irgendwann mal etwas tut. Ich konnte selbst etwas tun. Die Spiegelübung machen, Blockaden auflösen, mit einem Coach arbeiten. Dieser Moment, in dem man merkt, dass man aktiv handeln kann, ist kraftvoll. Empfangen lernen
Es gibt Menschen, die sehr gut geben können, aber kaum empfangen. Man ist beschäftigt, man kümmert sich, man gibt. Und die Liebe der Dualseele, die Fürsorge Gottes, das eigene Traumleben, all das steht vor der Tür und man lässt es nicht rein.
Besonders als Frauen, die ein Business führen, Kinder erziehen oder einfach sehr viel leisten, ist der Empfangsmodus oft verschlossen. Man kennt es schlicht nicht anders. Und genau das darf sich jetzt verändern.
Ich entscheide mich zu empfangen. Ich empfange die Liebe meiner Dualseele. Ich empfange mein Traumleben. Ich empfange, was Gott für mich vorgesehen hat. Das ist keine Passivität, das ist eine tiefe innere Öffnung, die viel Mut erfordert.
Du darfst gesehen werden
Sehr viel Leid auf dem Dualseelenweg entsteht durch einen einzigen Glauben: Ich bin noch nicht gut genug, um gesehen zu werden. Ich habe noch zu viele Muster. Wenn meine Dualseele das alles sieht, wird sie weggehen. Und so versteckt man sich, mal mehr, mal weniger bewusst.
Aber deine Dualseele sieht dich sowieso überall, vollständig, in allem was du bist. Genau wie Gott. Und es ist sicher, gesehen zu werden. Nichts an dir ist falsch. Auch wenn du noch Blockaden hast, auch wenn du noch Muster trägst, auch wenn du noch nicht dort bist, wo du hinwillst, darfst du trotzdem gesehen werden. Jetzt. Nicht irgendwann.
Das Verstecken schafft keine Sicherheit. Es schafft Kontrolle, und Kontrolle fühlt sich noch nie nach Freiheit an.
Schuld loslassen: Du bist unschuldig
Schuld ist eine der hartnäckigsten Fallen auf dem Dualseelenweg. Ich bin nicht gut genug, weil ich damals so reagiert habe. Ich habe die Einheit sabotiert. Ich hätte früher anfangen sollen. Und so trägt man dieses Gewicht mit sich, das einen dauerhaft in der Trennung hält.
Schuld gibt es nicht. Schuld ist eine Illusion des Egos.
Du bist unschuldig, du warst immer unschuldig und du wirst es immer sein, auch wenn du Fehler gemacht hast, auch wenn Dinge nicht so gelaufen sind, wie du es dir gewünscht hättest. Die Antwort auf Schuld ist Vergebung, dir selbst gegenüber und deiner Dualseele gegenüber. Ich vergebe mir. Wofür? Dafür, dass ich damals nicht mehr wusste.
Verantwortung übernehmen für das, was du siehst
Wenn die Dualseele sich abschottet, alles alleine machen will, sich zurückzieht, dann ist das ein Spiegel. Nicht um sich selbst dafür zu bestrafen, sondern um hinzuschauen: Wo in mir ist dieser Anteil? Wo schotte ich mich ab? Wo will ich meine Ruhe haben und lasse niemanden rein?
Das ist keine Schuldfrage. Es ist eine Einladung zur Verantwortung. Was du in deiner Dualseele siehst, zeigt dir, was in dir dran ist, geheilt zu werden. Und wenn du es heilst, verändert sich das Außen. Das ist die Mechanik des Dualseelenweges.
Du musst nicht warten, bis deine Dualseele bereit ist. Du darfst jetzt entscheiden. Du warst immer gut genug, und du bist es jetzt.
Was du jetzt tun kannst
Entscheide dich heute, nicht irgendwann, für deine harmonische Einheit. Übergib das Wann und Wie an Gott. Mach die Spiegelübung, fühle, was unter der Oberfläche liegt, ob es Schuld ist, Angst gesehen zu werden, die Unfähigkeit zu empfangen oder der Wunsch, sich abzuschotten. Und dann sei mitfühlend mit dir selbst in dem, was hochkommt. Jedes geheilte Muster bringt dich näher zu dir selbst, und damit näher zu deiner Dualseele. Häufige Fragen
Warum kommt meine Dualseele nicht zurück, obwohl ich so viel gearbeitet habe?
Wenn die Dualseele noch nicht da ist, gibt es noch eine Blockade, die darauf wartet, aufgelöst zu werden. Das ist keine Strafe, sondern eine Einladung, tiefer hinzuschauen. Oft zeigt sie sich, sobald die entscheidende Schicht geheilt ist.
Was tue ich, wenn ich mich zu viel im Kopf befinde?
Fühl nach unten. In den Solarplexus, in den Bauch, in den Körper. Der Kopf analysiert, der Körper fühlt. Die Heilung passiert nicht im Denken, sondern im Fühlen.
Was, wenn ich Nähe nicht zulassen kann?
Das ist sehr häufig. Wenn man in der Kindheit gelernt hat, dass Nähe Schmerz bedeutet, schützt man sich, indem man niemanden mehr ranlässt. Diese Verknüpfung zwischen Liebe und Schmerz darf mit der Spiegelübung aufgelöst werden. Liebe ist Liebe, und Schmerz ist Schmerz. Das ist nicht dasselbe.

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